
Riebel Baustoffe baut jährlich über 2 Mio. Tonnen Kies und Sand ab. Dies hinterlässt Spuren.
Bis vor wenigen Jahren galten ausgediente Kiesgruben als Narben in der Landschaft, die aufgefüllt werden mussten. Doch Biologen und Ökologen haben in den letzten Jahren festgestellt, dass in den scheinbar unwirtlichen Gruben vielfältiges Leben sprießt. Tiere und Pflanzen finden hier neue Lebensräume. Erstbesiedeler (Pflanzen wie Natternkopf und Mauerpfeffer, blütenbesuchende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die Wegwespe u. a.) erobern rasch die offenen sandigen Flächen. Flache Tümpel bieten Lebensraum für Frösche, Kröten und Molche. Die Wechselkröte kann während der Paarungs- und Laichzeit beobachtet werden. Zauneidechsen legen ihre Eier in feuchten Kies. Nach acht Wochen schlüpfen die Jungen. Auch selten gewordene Vögel finden hier die notwendigen Lebensbedingungen. Uferschwalben nisten in den Sandlinsen der Kiesgrubenwände. Flußregenpfeifer finden auf Schotterbänken in Kiesgruben ausreichende Lebensmöglichkeiten. Einigen Amphibien ginge es ohne Kiesgruben massiv schlechter. Vor allem Pionierarten, wie die Kreuzkröte oder Gelbbauchunke, aber auch Molche finden dort einen wichtigen Ersatzlebensraum. Diese lebten früher in den Pionierstandorten unverbauter Flüsse, die heute jedoch weitgehend verschwunden sind.
Um einen Kubikmeter Beton herzustellen, müssen 0,6 Tonnen Sand, 1,4 Tonnen Kies, ca. 300 Kilogramm Zement und 150 Liter Wasser vermischt werden. In einem Kubikmeter Normalbeton steckt der Energiegehalt von 36 Kilogramm Erdöl (inkl. Zement, Transport und Einbau). Das ist nur wenig mehr als in technisch getrocknetem Bauholz und nur etwa halb so viel wie in Ziegel.